Woyzeck


von Georg Büchner

 

Regie Reinhard Göber

 

Georg Büchners „Woyzeck“ ist eines der meistgespielten und einflussreichsten Dramen der deutschen Literatur. Das Schicksal des einfachen Mannes Woyzeck, der von seinen Vorgesetzten gequält, von seiner Frau Marie betrogen und in seiner Ausweglosigkeit zum Mörder wird, inspirierte Künstler in allen Genres und berührt Zuschauer seit über 100 Jahren.

Doch der emotionalen Wucht der Geschichte steht eine gesellschaftskritische Dimension zur Seite.  Büchner beschreibt analytisch die Deformation eines Menschen zum animalischen Wesen, weil ihm Besitz, soziale Anerkennung und lebensnotwendiges Geld fehlen. In keinem anderen Land in Europa hat der Unterschied zwischen Arm und Reich so gravierend zugenommen wie in Deutschland. Aufstiegschancen haben sich verringert, Abstiegsrisiken vergrößert. So bleibt Woyzeck auch im 21. Jahrhundert unser Zeitgenosse.

 

Siehe auch:

- Theater Vorpommern -